Remote X11 von und zu OpenMoko

Remote X11 von und zu OpenMoko

Beitragvon TKB am Do 22. Jan 2009, 16:00

Ich habe eine kleine Verständnisfrage zur Verwendung des X11 Window System in OpenMoko.
Zuhause auf meinem Ubuntu-Desktop benutze ich über SSH-Tunnel auch diverse Grafik-Applikationen, die auf unserem Linux-Cluster in der Uni laufen.

Könnte ich auf dem OpenMoko-Phone dank X11 auch die gleichen Programme laufen lassen bzw. deren Output einsehen?
Es ist natürlich klar, dass die Fenster dann ziemlich klein und undeutlich zu sehen wären.
Aber interessant fände ich es schon, besonders unterwegs über Paket-Datendienste.
Gruss Tobi
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Re: Remote X11 von und zu OpenMoko

Beitragvon euler am Do 22. Jan 2009, 16:01

Hi Tobi,
TKB hat geschrieben:
Ich habe eine kleine Verständnisfrage zur Verwendung des X11 Window System in OpenMoko.
Zuhause auf meinem Ubuntu-Desktop benutze ich über SSH-Tunnel auch diverse Grafik-Applikationen, die auf unserem Linux-Cluster in der Uni laufen.


Könnte ich auf dem OpenMoko-Phone dank X11 auch die gleichen Programme laufen lassen bzw. deren Output einsehen?

ja, das sollte gehen. Es ist ja ein konventioneller X-Server installiert.
TKB hat geschrieben:Es ist natürlich klar, dass die Fenster dann ziemlich klein und undeutlich zu sehen wären.
Aber interessant fände ich es schon, besonders unterwegs über Paket-Datendienste.
Gruss Tobi

naja, klein ist nicht das Problem. Eher die beschränkte Auflösung. Einen skalierenden Xserver kenne ich nicht...

Was meinst Du mit Paket-Datendienst? Wifi/Bluetooth/USB geht, aber UMTS nicht.

Gruß, euler
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Re: Remote X11 von und zu OpenMoko

Beitragvon bydlo am Do 22. Jan 2009, 16:03

Prinzipiell sollte der X11-Benutzung wie von Dir beschrieben wenig im Wege stehen. Du solltest aber beachten, dass abgespeckte X11-Server in mobilen Geräten oft nur auf dem Framebuffer laufen und daher mit reduzierter Farbtiefe, geringeren Auflösungen und anderen Einschränkungen zu kämpfen haben.

Gutes Beispiel hierfür wären X11 Extensions wie XrandR (Auflösungswechsel und Rotation im laufenden Betrieb) oder Xgl (3D-Hardwarebeschleunigung über OpenGL). Speziell XrandR ist auf einem Smartphone ziemlich wichtig, schließlich will man das öfters mal quer und dann wieder hochkant benutzen. Das konnte sogar schon mein altes Windows Mobile Smartphone vor fünf Jahren.
Gruss Bydlo
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Re: Remote X11 von und zu OpenMoko

Beitragvon alex am Do 22. Jan 2009, 16:04

Wow, auf die Idee muss man erst mal kommen! Ich hatte mir in Richtung OpenMoko und X11 eher den umgekehrten Fall vorgestellt, dass man also Programme zum SMS schreiben oder Kontakte verwalten (oder oder oder...) auf dem OpenMoko-Telefon ausführt und dann per X11 auf den heimischen Desktop (oder das Laptop unterwegs) exportiert, wo man die Fenster dank hoher Auflösung (XGA, SXGA, WXGA, WUXGA) schön groß ziehen und mit Tastatur und Maus schneller bedienen kann als mit Fingern und Touch-Stylus alleine. Aber Dein Vorschlag macht durchaus Sinn. Gut, dass es Entwickler-Foren gibt!
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Re: Remote X11 von und zu OpenMoko

Beitragvon bydlo am Do 22. Jan 2009, 16:05

Noch ein Tipp: X11 ist ein sog. synchrones Protokoll, das bedeutet die Programme werden bei Verbindungsunterbrechung zwischen X11-Server und Client geschlossen (typisches Problem bei GPRS/EDGE/UMTS).

Wenn Du das nicht willst, solltest Du X11 noch einmal z.B. in TightVNC einsperren, das funktioniert dann auch bei zwischenzeitigen Verbindungsverlusten.
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Re: Remote X11 von und zu OpenMoko

Beitragvon euler am Do 22. Jan 2009, 16:06

Das mit dem vnc ist eine schöne Idee. Nicht nur für das OM. Wie sieht es eigentlich bei vnc mit der Menge an Daten aus, die durch das entsprechende Netz geschickt wird. Das x11-Protokoll ist ja recht umfangreich...

Gruß, euler
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Re: Remote X11 von und zu OpenMoko

Beitragvon nethead am Do 22. Jan 2009, 16:18

euler hat geschrieben:ja, das sollte gehen. Es ist ja ein konventioneller X-Server installiert.



Ob auf dem Openmoko ein X-SERVER installiert wird ist doch für die Frage ob man die client Ausgabe auf einem remote X-Server, also z.b. auf seinem Desktop, machen kann unerheblich. Und so hatte ich die frage versstanden.

Jeder X-Client kann auf jedem X-Server ausgeben ansonsten dürfte er sich nicht X-CLient nennen. Und über ssh tunneln würde ich mir sparen um die CPU auf dem Openmoko zu schonen.

Gruss,

Arnd
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