Hallo.
Ich hatte schon länger versucht den Open-Source-Gedanken auf Paketdienstleistungen zu übertragen. Ich denke mit dem OpenMoko kann diese Vision jetzt umgesetzt werden.
Jeder kennt Mitfahrzentralen, auf diesem Prinzip soll die Mitbringzentrale funktionieren.
Jemand ersteigert/kauft ein gebrauchtes Buch, oder so, online. Anschließend wechselt er auf die Seite der Mitbringzentrale und schaut nach, ob jemand z.B. als Pendler oder Reisender von Hamburg nach Hannover eingetragen ist. (Ideal wäre, wenn die Funktion schon bei Amazon und Ebay verlinkt wäre, dort sind Sender und Empfänger ja schon bekannt.)
Ist ein "Mitbringer" gefunden wird dieser ausgewählt und gefragt ob er denn das Buch bitte mitbringen könnte.
Oder man kann sich vor Fahrtantritt heraussuchen welche Lieferungen man mitnehmen will und welche nicht.
Damit das System wirklich innovativ und effektiv ist kommt jetzt das OpenMoko ins Spiel. Es soll als erstes Mobilfunkgerät mit seinem Naviagtionssystem dafür sorgen, dass das Buch dann quasi getrackt werden kann und sich Empfänger und Mitbringer dynamisch etwas entgegen kommen können. Hier kann eine Verbindung zwischen Kalenderfunktion und Navi dafür sogen, dass der Empfänger weiß, wann der Mitbringer Hannover wieder verlassen muss, also wann Eile angesagt ist. Datenweitergabe natürlich immer nur mit Einverständnis des "Mitbringers".
Als Treffpunkt kommt quasi alles infrage, Cafes, Tankstellen, Malls. Vielleicht entstehen ja dann von selbst überall kleine Zwischenlager um mit dem zusätzliche Service Kundschaft anzuziehen. Dabei sollten nach erfolgreicher Übergabe "Mitbring-Miles" vergeben werden - Damit diejenigen die öfter mal was mitbringen auch bevorzugt werden wenn sie mal selber etwas mitgebracht bekommen möchten. Um Menschen die kein Auto besitzen nicht zu diskriminieren könnte man auch Punkte auf die regionale Verteilung (Innerstädtisch) vergeben um den "Restweg" von der Tankstelle zum Wohnhaus die kleine Zwischenlagerung dick zu belohnen.
Die Ersten, die diesen Service nutzen und die "Programmierung des Systems" und die Standards festlegen werden die OpenMoko-Nutzer sein, damit hier der Datenschutz gewährleistet beleibt. Mit einem Lidl-Handy würde ich da nicht mitmachen.
Ziele:
- Umwelt schonen, weniger Postautos und Logistikzentren, weniger LKWs, nur wer sowieso fährt bringt etwas mit.
- Eventuell sogar schnellere Zustellung, weil der direkte Weg die Knotenpunkte überflüssig macht.
- Man lernt nette OpenMoko-UserInnen kennen
- Keine 8€ Porto mehr auf 1€ Artikel.
- Presse: Ein innovatives Projekt bringt OpenMoko in die Schlagzeilen
Problem/Aufgabe:
Ohne das entsprechende Mobile Gerät ist diese ganze Sache nicht machbar. Viel zu unsicher.
Ohne OpenMoko mit Software und Internetportal geht es nicht, es ist viel zu nervig auf jemanden zu warten, von dem ich nicht weiß wo er ist.
Ohne die Open-Source-Communities geht es auch nicht.
Die ganze Idee müsste natürlich in allen Details ausgearbeitet werden und die technische Umsetzung mit allen datenschutzrelevanten Details muss öffentlich ausdiskutiert werden, auch um die Akzeptanz zu steigern.
Hier mal so ein Problem:
Der Service an sich muss kostenlos sein aber stark auf die Bevorzugung von Mitbringern mit vielen "Mitbing-Miles" setzen, denke ich. Das gesamte System muss möglichst offen sein alleine wegen der Datensicherheit. Auch darf sich niemand mit der Lieferung aus dem Staub machen können ohne dafür für immer geächtet zu werden.
Was im Falle eines Unfalls passieren sollte ist eine offene Frage. Vielleicht kann man für nen Euro im Jahr Beschädigungen bei Verkehrsunfällen Open-Source-Versichern. Aber das Ganze ist auch nicht für Goldtransporte oder seltene Ming-Vasen gedacht.
Das Kind hat auch noch nicht einmal einen Namen und kein Logo. Jemand Ideen?
Die große Frage ist aber: Hat jemand Bock? Findet Ihr das gut? Wer macht mit?
In welcher Reihenfolge? Ich kümmere mich gerne um eine Webseite oder ein Wiki aber ich kann kein Portal programmieren und schon gar nicht die Anwendungssoftware.
Der Text ist jetzt doch ganz schön lang geworden. Tschuldigung, hatte keine Zeit mich kürzer zu fassen.
Grüße Robert